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Industrie 4.0

Wusstet ihr, dass wir uns aktuell in einer industriellen Revolution befinden? Und das sogar schon in der vierten Folge?
Wir befinden uns aktuell in der vierten industriellen Revolution, der sogenannten „Industrie 4.0“. Was sich dahinter verbirgt und wohin sie uns führen wird, werde ich euch im folgenden erklären.
In diesem Sinne: Let’s talk about Industrie 4.0, Baby!

Bild von DarkWorkX auf Pixabay 

Die erste industrielle Revolution – um 1800

Alles begann mit der ersten industriellen Revolution um ca. 1800.
Maschinen wie beispielsweise Webstühle, die aus eigener Kraft heraus bedient wurden, sollten bald der Vergangenheit angehören.
Um die körperlich schwere Arbeit zu vereinfachen, wurden erste Maschinen mit Wasser- bzw. Dampfkraft in Betrieb genommen.
Ein viel bekanntes Beispiel ist die erste Dampflock, die 1804 von Richard Trevithick gebaut wurde (siehe Bild oben).
Neben der ersten Dampflock und ersten Dampfmaschinen zeichneten sich unter anderem weitere, bahnbrechende Erfolge im Kohleabbau, der Dampfschifffahrt, des Verkehrs und auch im Textildruck ab.
Somit führte die erste industrielle Revolution vor allem in den großen Fabrikhallen zu neuen Arbeitsplätzen.

Die zweite industrielle Revolution – Ende 18. Jahrhundert

Photo by Birmingham Museums Trust on Unsplash

Nachdem das Augenmerk der ersten industriellen Revolution auf den Dampfmaschinen lag war es in der zweiten industriellen Revolution die Elektrizität, die das Arbeiten revolutionieren sollte.
Mit der anlaufenden Automobilindustrie wurde 1914 das erste Fließband im Rahmen der „Model T“ Produktion von Henry Ford in Detroit in Betrieb genommen und unterstütze von dort an die Produktionen vieler Unternehmen. Das erste Band wurde zwar noch von Hand betrieben, konnte allerdings die üblich Bauzeit die circa zwölf Stunden und 30 Minuten betrug auf fünf Stunden und 50 Minuten mehr als halbieren.
Neben dem ersten Fließband kam außerdem die erste Schreibmaschine für die Masse auf den Markt, was die Kommunikation weiterentwickelte.
In diesem Zeitabschnitt zeigen sich zudem erste Ansätze für die Globalisierung, da Güter hier zum ersten Mal über verschiedene Kontinente hinweg transportiert worden sind.

Die dritte industrielle Revolution – ab 1970

Photo by bert sz on Unsplash

An dieser Stelle muss einmal erwähnt werden, dass die verschiedenen Industrie-Stufen nicht von Beginn an durchgeplant waren.
Viel mehr bauen sie einfach auf einander auf. Begrifflichkeiten wie die Industrie 1.0, 2.0 oder 3.0 wurden erst im Nachhinein definiert.
Die dritte industrielle Revolution hat ihre Anfänge in den 70er Jahren und wird durch den Einsatz von Computern geprägt die nun nicht mehr nur großen Firmen, sondern auch Privathaushalten zur Verfügung stehen.
Der erste Computer wurde nämlich bereits im Jahr 1941 vom deutschen Bauingenieur Konrad Ernst Otto Zuse entwickelt und war unter dem Namen „Z3“ bekannt. Er war bereits frei programmierbar, programmgesteuert und vollautomatisch was für diese Zeit bereits eine große Sensation war.

Industrie 4.0

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

Nach dem wir nun eine kleine Reise in die Vergangenheit unternommen haben, sind wir nun bei der vierten industriellen Revolution angelangt.
Die Industrie 4.0 beschreibt in erster Linie die intelligente und dauerhafte Verknüpfung und Vernetzung von Maschinen und Prozessen in der Industrie. Unterstützt werden die Verknüpfungen durch Kommunikations- und Informationstechnologien. Ein Beispiel für diese Vernetzung ist das sogenannte Internet of Things, kurz auch IOT.
Da die vierte industrielle Revolution noch in vollem Gange ist, kann noch gar nicht zu 100% gesagt werden, was am Ende aus ihr resultieren wird.
Es gibt allerdings verschiedene Möglichkeiten, die genutzt werden können.

1.Flexibilität in der Produktion
In Zeiten der Globalisierung sind die verschiedensten Unternehmen in die Entwicklung eines Produktes involviert. Somit ist die einfache und effiziente Kommunikation heute wichtiger den je. Durch die digitale Vernetzung können einzelne Produktionsschritte besser abgestimmt oder die Auslastung von Maschinen besser geplant werden.

2.Personalisierte Ware
Darüber hinaus haben Konsumenten heute die Möglichkeit bestimmte Produkte aktiv, nach eigenen Wünschen mitzugestalten. Ein Beispiel hierfür sind personalisierte Schmuckstücke, Schuhe oder auch Kleidung.

3.Einsatz von Daten
Ich denke ich muss niemandem hier erzählen, dass unsere Daten bald ununterbrochen von großen, bekannten Diensten gespeichert werden, oder? Diese Daten ermöglichen es den Diensten uns für uns relevante Informationen zu zeigen. Ihr kennt das bestimmt: Ihr sucht sucht einmal in einer Suchmaschine nach einer neuen Gesichtscreme und schon bekommt ihr ständig die verschiedensten Gesichtscremes angezeigt.
Der Einsatz von Daten wird zum Schlüssel der Industrie 4.0. Allerdings werden diese Daten nicht nur von Menschen an bestimmte Dienste gesendet sondern auch von Maschinen. So kann zum Beispiel eine Rolltreppe die mit verschiedenen Sensoren ausgestattet ist, ununterbrochen Daten an den Hersteller senden. Dieser wird dann automatisch benachrichtigt, sobald wieder eine Wartung fällig wird oder zum Beispiel ein Fehler aufgetreten ist.

Ich hoffe, ich konnte euch die Industrie 4.0 heute etwas näher bringen und freue mich wie immer über eure Meinungen zu dem Thema!

Beitragsfoto von Gerd Altmann auf Pixabay 

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